Mehrfamilienhaus Arche 
                      Wohnen mit Herz


Herzlich Willkommen

Die Liegenschaft Arche-Noah wurde vom Grossvater René Etienne 1949 - 1951 von Martina Bell-Hotz gebaut. Die "Arche-Noah" wie er sie liebevoll nannte, wurde so konzipiert das es darin 5 Wohnungen von 1.5 Zimmer bis 3.5 Zimmer, einen Hausteil mit 6.5 Zimmern und einen 3 geschossigen Weinkeller (Gewerbe) zum Teil Naturkeller gab. Ausserdem richtete er sich im Estrich eine Gallerie ein. In dieser fanden sich Maler, Dichter, Musiker, Dichter und Rezitatoren ein. Sein Freund, Werner Frei ein Künstler mit vielen Fähigkeiten verschönerte die Arche mit Malereien und baulichen Ideen die noch heute überall zu sehen sind. Als ihm die Arbeit mit dem Weinkeller, der Gallerie und der Liegenschaftsverwaltung zu viel wurde, führte seine Frau Lotti Etienne die Arbeiten weiter. Die Liegenschaft wurde später von den beiden Töchtern Jrène und Renée übernommen. Nach dem frühen Tod von Jrène ging sie an ihre Tochter Martina Bell-Hotz über. Seit diesem Zeitpunkt führt Martina Bell-Hotz die Arche in ihrem Sinn weiter.




Inschrift Fassadenbild 


Auch von jede Art Tiere sollst Du ein Paar mit in die Arche von den reinen Tiere aber je 7 Paare. Dazu Speise für Dich und die Tiere.






 

Der Grossvater René Etienne

René Etienne, der am 26. August mit nur 66 Jahren in Frauenfeld gestorben ist, hat kein öffentliches Amt gehabt und ist auch nicht durch berufliche Leistungen besonders bekannt geworden - wenn er auch seinen Beruf trefflich verstand -, und doch war er ein bekannter Mann: In seinem Heim nach Mass, das er als "Arche Noah" bezeichnete, gingen unzählige aus und ein, Leute aus allen Kreisen und aus manchen Ländern: denn der Hausherr hatte eine überaus gewinnende Art, ein verbindendes Lächeln, wusste zu plaudern und zu lauschen und Freundschaften anzuknüpfen und hatte mancherlei zu bieten. Aus dem Jura stammend, ist René Etienne in Schaffhausen aufgewachsen, wo er sich zum Uhrmacher ausbildete. Er wechselte später auf die Lederwarenbranche, was ihn nach Frauenfeld führte. Hier leistete er der Lederwaren AG als Prokurist wertvolle Dienste; namentlich fand er den Weg zur Kundschaft. Geschäflich oft im Wallis weilend, freundete er sich mit einem der wichtigsten Walliser an, mit dem Wein; er fand den Zugang zu den lautersten Quellen, und so entschloss er sich, guten Walliser in die Ostschweiz zu vermitteln. Als er sich in Frauenfeld am Neuhauser Hang ein Haus baute, legte er besondere Sorgfalt auf den Keller. Werner Frei, ein Künstler mit aussergewöhnlichen handwerklichen Fähig- und Fertigkeiten, der gestaltend mitarbeitete, richtete ihn eine orginelle Trinklaube ein, in der man mit Behagen verweilte und degustierte, was der Keller an Walliser Weinen kühl hielt. Das Gegenstück unter dem Dach der Arche aber war der Estrich, der für kulturelle Degustationen ausgebaut war: Maler, Dichter, Musiker, Rezitatoren von Rang wurden hier von René Etienne vor einen nicht allzu grossen Kreis eingeladener Gäste geführt, denen die ihre Kunst zeigen und mit denen sie nachher ungezwungen plaudern konnten. So war die "Arche Noah" eine Zuflucht für Musen und musenfreundliche Menschen, bis dem "Noah" und seiner Familie die Beanspruchung zu gross wurde. Die Walliser Quelle im Hause floss aber weiter. Wer für den dort unten mit einem Fendant oder einem Malvoisie anstösst, wird des Quellgeistes gedenken, der ihm nur noch durch den Wein zulächeln kann.


  Der Maler Werner Frei 1907 - 1983

Es ist nicht gleichgültig, wo ein Mensch geboren wird und seine Heimat hat. Der genius loci wirkt in vielfältigster Form. Für Werner Frei waren Naturverbundenheit und Geborgenheit in der bäuerlich-dörflichen Gemeinschaft Zeit seines Lebens glückliche Grundlagen seines Wirkens. Am 10. Juni 1907 wurde er in Rickenbach geboren, einem schmucken und wohlhabenden Bauerndorf von damals etwa 400 Seelen, das zwar im Zürcher Weinland liegt, aber - wie Werner Frei später einmal schreibt - bereits die etwas herbere und hellere Luft der Bodenseegegend atmet. Sein Vater war der Dorfschmied. Die Familie Frei mit ihren beiden Buben, einem Lehrling und einem Arbeiter bewohnte ein kleines Schindelhaus. «Die Haushaltung allein gab schon sehr viel Arbeit für meine Mutter», berichtete Werner Frei. «Darüber hinaus aber bearbeitete sie auch noch einen grossen Garten, einen kleinen Acker, sowie ein Stück Rebberg von etwa fünf Aren und besorgte erst noch das Rebhandwerk für eine Bauernfamilie aus der Nachbarschaft, und dies obwohl sie ja gar kein Riese war, sondern ein kleines, eher zartes Mütterlein».


Der Weinkeller